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im take-off-GewerbePark in Neuhausen ob Eck
vom 01.08.2005 bis 27.08.2005
In Neuhausen ob Eck ist seit einigen Jahren eine einzigartige Konstellation ent-standen: der take-off-GewerbePark mit einer wachsenden Anzahl von Produktions- und Dienstleistungsunternehmen, verbunden mit einem florierenden Flugbetrieb für Klein- und Geschäftsflugzeuge sowie einem Konglomerat von zahlreichen Gebäuden. Dies alles ist hervorgegangen aus einem von der Bundeswehr im Jahre 1994 aufgegebenen Heeresfliegerstandort mit Landebahn, Tower, Kasernen- und Versorgungsgebäuden und Restaurant. Jährlich findet auf dem Flugplatzgelände das beliebte Southside Festival statt, welches bis zu 40.000 Musikbegeisterte anzieht.
Der Künstler Marcus Gaudoin lebt und arbeitet hier. Über seine eigene Arbeit hinausgehend, entstand die Idee, auch aufgrund der während seines MA-Studiums in Sheffield empfangenen Impulse, in Zusammenarbeit mit dem Geschäftsführer der take-off-GewerbePark GmbH, Herbert Baur, internationalen Künstlern die Möglichkeit zu eröffnen, sich hier weiterzuentwickeln und ihren ästhetischen Erkenntnisgewinn den KollegInnen und der kunstinteressierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Hieraus ist zunächst das Stipendium mit dem diesjährigen Arbeitstitel: „Signal-to-Noise Ratio“ erwachsen. Es geht primär nicht um das konventionelle Aufhängen von Bildern oder Aufstellen von Plastiken und Skulpturen, sondern darum, konzeptuell arbeitenden Künstlern ein „work in progress“ vor Ort sozusagen im Dialog mit den hier tätigen Firmen, den dort beschäftigten Menschen und der Landschaft einschließlich des Flugbetriebs zu ermöglichen.
Drei Stipendiaten - Charlotte White (GB): visuals/sound, Ruedi Steiner (CH): light, Neil Webb (GB): sound/light - erarbeiten je ein Projekt. Den Künstlern stehen während ihres Aufenthaltes Wohnungen im Gewerbepark zur Verfügung. Sie arbeiten vom 01.08.-27.08.2005 in einem eigens hierfür eingerichteten Büro sowie im Atelier Marcus Gaudoin. Preview für Presse und Sponsoren am 16.08.2005, 16.00 Uhr, Opening am 21.08.2005, 20.00 Uhr.
Der Begriff „Signal-to-Noise Ratio“ leitet sich aus der Informationstheorie her und bezeichnet das Verhältnis, in dem Bedeutung tragende Signale aus dem allgemein vorhandenen Umgebungsrauschen hervortreten. Man kann ihn in Bezug auf das vorliegende Projekt auch so interpretieren, dass die Ergebnisse der künstlerischen Arbeit vor dem Hintergrund und im Zusammenhang mit der gesamten informatio-nellen Umgebung deutlich werden sollen.
Die Möglichkeiten des Internet sollen weitestgehend zum Aufbau eines weltum-spannenden interaktiven künstlerischen Netzwerks genutzt werden. Hierfür steht ein Raum mit einer permanenten Netzverbindung zur Verfügung. Die Aktivitäten werden auf der homepage „www.towerateliers.com“ zugänglich gemacht. Zur Unterstützung und Bündelung der gesamten Tätigkeiten ist die Gründung des Vereins „Friends of Tower Ateliers e.V.“ geplant.
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signal-to-noise / 2005



